Xingyi Quan

Xingyi Quan oder die "Faustmethode der Form und der Idee" ist die älteste der chinesischen Inneren Kampfkünste. Wie alle Inneren Kampfkünsten nutzt das Xingyi aufeinander abgestimmte Körperbewegung um so eine explosive Kraft zu erzeugen und den Gegner mit durch gleichzeitige Verteidigungen und Angriffe zu überwältigen.

 

Wo sich Xingyi Quan von seinen Schwesterkünsten Bagua Zhang und Taiji Quan unterscheidet, ist die Betonung von eher geradliniger und nach vorne gerichteter Bewegung, im Gegensatz zu den eher kreisförmigen, ausweichenden Manövern des Bagua und Taiji. Die Idee des Xingyi ist es, durch den Gegner mittels einer Serie von wellenartigen, explosiven Techniken durchzugehen.

 

Das Training beinhaltet Xingyi Nei Gong, stehende Praxis (San Ti Shi), Tu Na Si Ba und die Fünf Fäuste (Wu Xing), welche die Prinzipien der Fünf Elemente Metall, Holz, Wasser, Erde und Feuer verkörpern. Dem schließen sich Lian Huan (die verkettete Form) sowie zwölf Tierformen an.

Charakteristische Waffen des Xingyi sind der Speer und das Schwert.

 

Xingyi ist entwickelt im hohen Maße Stärke, Gleichgewicht, Koordination und Flexibilität - alles im Kontext von Gesundheit und Kampfkunst. Das System verfolgt eine praktische Schritt-für-Schritt-Herangehensweise für das Erlernen der grundsätzlichen Prinzipien der Inneren Kampfkünste, welche zur Entwicklung verfeinerter Fähigkeiten führen. Die unterrichteten Trainingsmethoden sind ein hervorragender Weg den Geist, Körper und Atem miteinander zu koordinieren und so effiziente Körperbewegung zu erzeugen. Im Laufe der Zeit wird durch regelmäßiges Training eine entspannte Ganzkörperkraft und körpermechanische Effizienz entwickelt, welche das Markenzeichen der chinesischen Inneren Kampfkünste sind.

 

Bei Shen Wu wird Shanxi Xingyi nach Li Guichang praktiziert.